Die Nabelschnurblutentnahme oder Cordocentese gehört genau wie die Fruchtwasserpunktion und die Chorionzottenbiopsie zur invasiven Diagnostik.
Die Nabelschnurpunktion wird etwa ab der 19. Schwangerschaftswoche und später durchgeführt.
Diese Untersuchung wird meist nach auffälliger Ultraschallfeindiagnostik zur schnellen Klärung des Verdachts auf Chromosomenerkrankung, fetaler Blutarmut oder Infektion angewandt.
Hier erfolgt die Entnahme von fetalem Blut aus der Nabelschnur über eine dünne Hohlnadel. Diese wird unter Ultraschallsicht über den Bauch in die Gebärmutterhöhle eingeführt und von dort in die Nabelschnur. Dann erfolgt unter Sogwirkung einer auf die Hohlnadel aufgesetzten Spritze die Entnahme von 1 bis 2 Millilitern fetalen Blutes. Nebenbei kann auch Fruchtwasser entnommen werden.
Die Schmerzen sind mit einer Blutabnahme oder Injektion, ähnlich wie bei einer Impfung vergleichbar und etwas geringer als bei der Chorionzottenbiopsie. Zu berücksichtigen ist ein Fehlgeburtsrisiko von 0,5 Prozent.
Das Ergebnis einer Chromosomenanalyse aus fetalen Blutzellen liegt nach 4 bis 7 Tagen vor.
Der Pränatale Schnelltest (FISH-Diagnostik) auf Trisomie 21, 18, 13 und Turner-Syndrom liegt nach 24 bis 48 Stunden vor.
Der Pränatale FISH - Schnelltest wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen und müsste auf Wunsch der Schwangeren von dieser privat bezahlt werden .