Dopplersonographie

In Ergänzung zur Feindiagnostik und fetalen Echokardiographie wird mit Hilfe der Dopplersonographie auch die Mutterkuchendurchblutung (Placentaperfusion) untersucht. Zeigen sich hier erhöhte Flusswiderstände, muss mit erhöhten Risiken für Schwangerschaftskomplikationen wie Mangelentwicklung (Retardierung: Größen- und Gewichtsentwicklung ist zu klein für die Schwangerschaftswoche), schwangerschaftsbedingtem Bluthochdruck (Hypertonie), Präeklampsie (früher auch als "Schwangerschaftsvergiftung" bezeichnete Kombination aus Bluthochdruck, vermehrter Eiweißausscheidung im mütterlichen Urin und Ödemen) oder vorzeitiger Placentalösung gerechnet werden. Die Betreuung der Schwangerschaft kann und muss dann dem Risiko angepasst und intensiviert werden.
Weitere Bedeutung erlangt diese Untersuchung zur Diagnostik bei Verdacht auf fetale Blutarmut (Anämie), die im Zusammenhang mit einer fetalen Ringelrötelninfektion (Parvovirus-B19 Infektion), einem Rhesuskonflikt oder einem Feto-Fetalen-Transfusionssyndrom (FFTS) auftreten können.

3. Trimesterscreening (30.-32. SSW)

Im letzten Drittel dient die Ultraschalluntersuchung der Kontrolle des kindlichen Wachstums. Durch die Untersuchung wichtiger mütterlicher und kindlicher Blutgefäße (Gefäßdoppler) können die Funktion der Placenta beurteilt und kindliche Gefahrenzustände erkannt werden.
Besondere Bedeutung erlangt diese Untersuchung bei Zwillings- oder Drillings-schwangerschaften, bei fetalem Mangelwachstum (Retardierung) infolge von Mangeldurchblutung der Placenta, bei Blutgruppenunverträglichkeit (Rhesuskonflikt) und sonstigen Anämieformen (Blutarmut) und den Schwangerschaften, die in der Ultraschallfeindiagnostik der 19. bis 22. SSW auffällig waren.