Sie wird in vielen Fällen mit der Ultraschallfeindiagnostik kombiniert. Über die fetale Echokardiographie erkennen wir heute 85-90% der fetalen Herzfehler. Dabei kommen spezielle Ultraschallverfahren wie Farbdoppler oder pw-Doppler, M-Mode, Angiomode und spezielle 3D-Techniken (STIC), Inversion-Mode zur Anwendung, die funktionelle Aussagen über die Kreislaufverhältnisse des Feten treffen können.
Die fetale Echokardiographie hat sich besonders bewährt, da Herzfehler die häufigsten Organdefekte sind. Kinder mit Herzfehlern profitieren besonders von der frühzeitigen Diagnose des Defektes. So ist es möglich, die weitere Betreuung der Schwangeren und ihres Babys so zu organisieren, dass alle heutigen Therapiemöglichkeiten für das Kind ausgeschöpft werden können.
Weiterhin sind Herzfehler nicht selten mit Chromosomenstörungen kombiniert. So ist bei vorliegendem Herzfehler eine invasive Diagnostik (Fruchtwasser-, Placenta- oder Nabelschnurpunktion) zur Klärung von Chromosomenstörungen möglich. Einige Herzfehler wie ein Hypoplastisches-Linksherz-Syndrom oder Aortenstenosen können sich auch erst nach der 23. SSW entwickeln und sind in der 22. SSW nicht immer sichtbar. Wir können anhand unserer eigenen Daten von einer ca. 85-90%igen Entdeckungsrate klinisch relevanter Herzfehler ausgehen.

VierkammerblickLinksventrikulärer Ausflußtrakt - AortaDreigefäßblicPulmonalvenen